Heute wird es sauer! Wunderbar sauer! Und lecker! Kennt ihr den Spruch? Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt …? Die einen sagen, dann soll man Limonade daraus machen. Die anderen empfehlen nach Tequila und Salz zu fragen und sich einen gepflegten Schwips anzusaufen. Ich bevorzuge eine ganz andere Verwendung für Zitrone und Co.  Ich vermische sie mit Butter und Schmand und verwandele sie in eine Leckerei der Extraklasse.

Warum Zitrone und Co.?
Weil das Rezept, mit dem ich euch gleich bekannt mache, auch mit Orangen oder Limonen geht.
In Wahrheit ist der Satz mit der Zitrone, die uns das Leben vor die Füße kullert, übrigens der Titel eines Romans von Virginia Woolfe. Und nachdem wir jetzt wieder was gelernt haben, dürfen wir schlemmen.

Wir machen Lemon Curd.
Was wörtlich übersetzt Zitronenquark heißt und als Bezeichnung äußerst irreführend ist.
Happy Welcome zum Sonntagsblatt. Alle gesund? Gut gelaunt? Kaffee?
Die Schlemmerstückchen zum Kaffee müssen wir erst herstellen. Aber keine Sorge, das geht ganz schnell.

Zitrone ist gesund und im lemon curd oberlecker

Wir brauchen Zitronensaft.
Ungefähr 90 ml, was zwei bis drei BIOZitronen entspricht. Wenn der Saft ausgequetscht ist, werden zwei Zitronen rasiert und der feine gelbe Abrieb zur Seite gestellt.

Zitrone ist der Anfang von Lemon Curd

Nur das Gelbe!
Das ist wichtig. Das Weiße ist nämlich bitter. Jetzt weht schon der Duft von Zitrone durch die Küche und ihr braucht nur noch 50 Gramm Butter, 50 Gramm Schmand. Es geht auch Sahne, aber ich finde Schmand besser.
90 Gramm Erythrit. Am besten wenn dieser kalorienfreie, low-carb-geeignete Zucker zu Puderzucker vermahlen ist. Normaler Puderzucker geht auch. Vanillearoma/Extrakt nach Geschmack und gut 10 Gramm Speisestärke. Das ist ungefähr ein leicht gehäufter Esslöffel

Zitrone und Staerke sind die hauptzutaten fuer lemon curd

Die Speisestärke mit einer kleinen Menge vom Saft der Zitrone zu einer dicken Paste anrühren.
So wie wir das von Oma gelernt haben beim Puddingpulver. Hattet ihr auch so eine Oma?
Die Oma-Methode ist die einzige, die sicherstellt, dass sich keine Klümpchen bilden. Die Paste zur Seite stellen.

Zitrone im Topf lemon Curd fast fertig

Alle anderen Zutaten in einem kleinen Topf erhitzen und gut verrühren.
Nur der Abrieb der Zitrone und die Stärke-Paste müssen noch warten.
Wenn die Masse zu köcheln beginnt, die angerührte Stärke und ganz zum Schluss die Zitronenschale einrühren.
Zwei bis drei Minuten unter ständigem Rühren aufkochen bis der Lemon Curd andickt.

Zitrone und Butter muss in ein lemon curd

Fertig und ab damit in ein schönes Glas mit Deckel.
Wer das klassische britische Lemon Curd kennt, der wundert sich jetzt vielleicht. Wo ist denn das Ei?
Ich hasse den Eiergeschmack im klassischen Lemon Curd. Außerdem macht das Ei darin das Ganze viel weniger haltbar. Und darum habe ich an einer eierlosen Variante getüftelt.

Sobald das Lemon Curd abgekühlt ist, können wir die Kekse rausholen.
Einen Keks bestreichen und einen zweiten oben drauf … Reinbeißen! Wuuuuunderbar! Greift zu! Kaffee gibt es auch noch reichlich!

So ein Gläschen Lemon Curd kann man immer im Kühlschrank haben.
Und sobald der Süßhunger sich anschleicht. Zack! Ist eine kleine Schlemmerei fertig.
Wer eine Packung Kekse und unser Lemon Curd im Hause hat, der ist stets gerüstet.
Schmeckt übrigens auch grandios auf warmen Waffeln oder als zitronige Schicht zwischen zwei Tortenböden.

Jetzt wisst ihr bescheid …
Wenn das Leben euch das nächste mal eine Zitrone reicht, dann macht einfach Lemon Curd daraus!
Kaffee?