Heute kann ich euch nur einen Diskussionsbeitrag dalassen. Mir ist die Zeit in der zurückliegenden Woche davongelaufen. Aber es ist ein Beitrag, der es in sich hat. Es geht um ein Thema, das mich seit langem beschäftigt. Momentan wieder mal ganz aktuell.

Seid ihr auch zickig? Wir können ja offen reden, wir Zicken sind ja unter uns.

Meiner Erfahrung nach nehmen besonders Mütter den „Du – bist – zickig – Stempel“ gern in die Hand.  Sie nennen uns undankbar, unverschämt, streitlustig oder uneinsichtig wenn wir (endlich!) Grenzen aufzeigen. Es gibt viele Worte für zickig, aber sie wollen alle nur das eine: uns kleinmachen. „Schwierig“ zum Beispiel wird auch gern genommen, wenn zickig gemeint ist. Arbeitskollegen und -kolleginnen nennen uns so, wenn wir klare Kante zeigen. Kennt ihr das auch?

Tom Hardy, ein britischer Schauspieler, den ich sehr schätze, hat das auf den Punkt gebracht:
„Komisch ist, dass wenn man sich nicht mehr respektlos behandeln lässt, die Leute anfangen, einen als schwierig zu bezeichnen.“
Recht hat er, stimmts? Eine gesunde „Rutscht-mir-doch-alle-den-Buckel-runter-Einstellung“ wäre gesund für uns Zicken, denn ohne sie müssen wir uns unentwegt verbiegen.

Das Gute ist, wir Zicken werden immer mehr.
Oder wie die großartige Jane Goodall sagt: „Es braucht tatsächlich nicht viel, um für eine schwierige Frau gehalten zu werden. Das ist der Grund, warum wir so viele sind.“ Ich finde, wir sollten viel öfter zickig sein! Ich mach‘ uns Kaffee und ihr erzählt wann euch am dollsten ärgert, wenn man euch zickig nennt. Ok?