Dass diese Vorweihnachtszeit anders ist als alles, was wir diesbezüglich je hatten, spürt inzwischen jeder. Reisen abgesagt, fast alle Geschäfte zu. Wer jetzt noch keine Geschenke hat und über wenig Kreativität verfügt, ist aufgeschmissen. In vielen Fällen zieht diese Gemengelage Geschenke nach sich, die besser im Regal geblieben wären.

Geschenke, die schlimmer sind als Blumen von der Tanke.

Wer möchte schon einen „Kräuter- und Utensilienbehälter“ auspacken?  Den Namen habe ich übrigens nicht erfunden, der stand auf den Kartons. Oder eine „modulare Küchenreling“? Solche Meilensteine der Geschenke – Kultur sind momentan in den Supermärkten der Hit. Der Lebensmitteleinzelhandel hat aufgerüstet, als letzte Bastion, die uns noch analog zu Geschenke – Päckchen verhelfen kann. Letzte Rettung für die, die im Drogeriemarkt oder online nichts finden.

Ich fürchte, in diesem Jahr gibt es noch mehr Geschenke als sonst, die weder schön, noch willkommen sind.
Geschenke, die nur den Zweck erfüllen, den Rat- und Ideenlosen auf den letzten Metern vor dem Fest das Geld aus dem Portemonaie zu ziehen.

Geschenke machen ist eigentlich schön

In den Supermärkten gibt es auch Geschenkpapier.

So grell ist, dass es vor den Augen flimmert. Eine echte Entdeckung ist allerdings das Backpapier mit weihnachtlichen Motiven. Die Bögen lassen sich als attraktives, schlichtes Verpackungsmaterial nutzen. Preiswert und umweltfreundlich sind sie obendrein.
Wer jetzt noch Karten braucht muss ebenfalls improvisieren. Die Läden, in denen halbwegs geschmackvolle Exemplare zu kaufen wären sind geschlossen.
Vorbei die Zeiten, wo nur noch ein schwungvolles „Oma und Opa“ oder „… wünscht Hanni aus dem Odenwald“ unter die vorgedruckten Zeilen zu setzen war. Nun heißt es sich Zeit zu nehmen und  literarische Einsatzfreude zu beweisen.

Wie wäre es denn mit einem Brief als Geschenk?

Meiner Meinung nach gibt es kaum etwas Schöneres als einen persönlichen Brief. Handgeschrieben! Hier sind vor allem wir Mütter gefragt. Ich denke, es gibt für unsere Kinder nichts Kostbareres als Briefe, in denen sie schwarz auf weiß erfahren, was sie uns bedeuten. Wie wichtig und kostbar sie sind. Wie glücklich und stolz sie uns machen. Das Alter unserer Kinder spielt hier keine Rolle. Ich glaube sogar, dass besonders unsere erwachsenen Kinder solche Briefe als großes Geschenk ansehen.
Ich habe mich mein ganzes bisheriges Leben nach einem solchen Brief meiner Mutter gesehnt und nur einmal einen erhalten. Es war leider nur eine Kostenaufstellung aller Geschenke, die sie mir bis dato gemacht hatte. Solche Briefe meine ich ausdrücklich nicht.

Was meint ihr?  Wäre ein Brief eine gute Idee?

Ein Blatt Papier findet sich in jedem Haushalt und das Couvert lässt sich notfalls aus Backpapier basteln. Oder ihr bemüht das Internet.
Wer sich nicht persönlich treffen kann, kann sich Emails schicken. Analog? Digital? Egal!
Hauptsache schwarz auf weiß, damit unsere Kinder diesen (Brief)-Schatz für immer festhalten können.

Ich bin heute wieder mal eine schlechte Gastgeberin. Ihr habt noch gar keinen Kaffee!
Setzt euch doch und gießt euch ein. Wie ist die Stimmung bei euch? Habt ihr schon die Jogginghose für die stillen Feiertrage in diesem Jahr rausgelegt? Die Waage weit unters Bett geschoben?
Aber ihr wisst ja, während der Feiertage heißt es nicht „Ich habe zugenommen“, es heißt „Ich habe gewichtelt!“
Zum „gewichteln“ hätte ich einen schmackhaften Beitrag zu leisten.

Geschenke können auch hausgemacht sein

Hausgemachte Lebkuchen!

Ich habe einige Dosen gefüllt damit. Ihr dürft beherzt zugreifen! Nicht nur weil es reichlich Nachschub gibt, sondern auch weil kein Zucker drin ist und kein Mehl. Gewichtelt wird hier also nicht so doll.

Wie sehen eure Vorbereitungen auf den letzten Metern vor dem Fest aus?
Ich habe alles, wirklich ALLES im Haus was wir bis Silvester (!) brauchen. Den Kühlschrank zu packen stellte eine echte Herausforderung dar. War ein bisschen wie Tetris spielen, aber es hat geklappt und es war die Mühe wert, um mir das Geschiebe und Geschubse außer Haus zu ersparen.
Und jetzt will ich eure Weihnachts –  und Geschenke – Geschichten hören. Ich bin ziemlich sicher, ihr seid alle ganz entspannt, stimmts?
Und gesund hoffentlich auch! Noch Kaffee? :-)))))