Back to home
Schlau

Kissen, Kirschsaft, Käsebrot …

Hilft!!! Hilft wirklich. Das Käsebrot besonders!
Das Internet ist pickepackevoll mit Tipps zum ein- und durchschlafen.
Von mir bekommt ihr heute meine Tipps. Meine ganz persönlichen Tipps.
Jeder ist ausgiebig hauptfililaleiterringeprüft und für gut befunden. 

Normalerweise schlafe ich wie ein Hamster in der Holzwolle. 
Fast immer gut!
Aber es gibt auch Phasen, in denen ich nachts aufwache und schwer zurück in den Schlaf finde.
Normalerweise empfinde ich die zusätzlichen Stunden, die mir der Schlafus interuptus beschehrt, als zusätzlich erhaltene Lebenszeit und nutze sie für angenehme Dinge.
Nicht so, wenn ich weiß, dass ich am folgenden Tag Termine habe, bei denen ich nicht aussehen will wie eine Mülltüte … in solchen Nächten greife ich zur Flasche.
Zur Kirschsaftflasche.

Ein gutes Glas Kirschsaft lässt mich sehr bald wieder sehr schön weiter schlummern. 
Warum? Weil jede Menge Melatonin drin ist. Das steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus.
Wer nicht trinken mag in der Nacht, der kann sich getrocknete Kirschen im Bioladen besorgen. Sehr lecker.

Lecker sind auch Cashew-, Kürbis- und Sonnenblumenkerne.
Wirken alle wunderbar einschläfernd weil viel Magnesium drin steckt. Magnesium entspannt die Muskeln …
zack! schlummern.

Mein liebstes Schlafmittel ist und bleibt aber das Käsebrot.
Funktioniert bei mir immer. Spätestens 10 Minuten nach dem letzten Bissen liege ich in tiefem Schlaf.
Warum das so ist, hat mir eine Ernährungswissenschaftlerin erklärt: Käse enthält viel Tryptophan.
Tryptophan macht glücklich. Wer glücklich ist schläft besser! Ist doch klar.
Der Körper kann Tryptophan übrigens noch besser aufnehmen, wenn es gleichzeitig mit Kohlenhydraten daher kommt. Deshalb ist Käse plus Brot mein allerbestes Schlafmittel.
Parmesan und Emmentaler haben übrigens den höchsten Tryptophangehalt unter den Käsesorten.

Forscher sagen jedoch, der wirksamste von allen chemiefreien Tipps sei völlige Dunkelheit.
So einfach wie wirkungsvoll und obendrein völlig umsonst.
Wir Stadtmenschen leben ja in einer Welt, die weit entfernt ist von den natürlichen Lichtverhältnissen.
Auch nachts wird es nicht mehr wirklich dunkel.
Straßenbeleuchtung dringt durchs Fenster und elektrische Geräte leuchten mit ihren Displays ins Schlafzimmer.
Das viele Licht verstellt unsere innere Uhr.
Es gibt übrigens eine kuriose Geschichte dazu …
Als es 1994 in Los Angeles einen totalen Stromausfall gab, meldeten sich viele besorgte Bürger bei der Polizei. Sie hatten  „eine riesige, silberne Wolke“ am Himmel gesehen und fürchteten sich vor einem Angriff aus dem All …
In Wahrheit hatten sie nur zum ersten Mal in ihrem Leben ein Meer von Sternen und die Milchstraße gesehen. Natürliches Licht, das sonst von der Stadtbeleuchtung überstrahlt wird.

Was will ich euch mit dieser (wahren) Anekdote sagen?
Macht die Rollos runter, Mädels und stellt leuchtende Radiowecker in die Schublade!
Schlafforscher sagen, dass ein komplett dunkles Schafzimmer schon nach wenigen Tagen dazu führt, dass der Schlaf nicht mehr so leicht unterbrochen wird.
Warum ist das so?
Weil Licht dem Nucleus suprachiasmaticus im Hirn signalisiert „Aufwachen!“ und nur bei Dunkelheit kann der Körper ausreichend Melatonin ausschütten.

Wer übrigens bereits eine Stunde vor dem zu Bett gehen das Licht dämpft, so wie die Natur es ja auch täte, der schläft später besser ein.
Wem also nach der passenden Bettschwere ist, der sollte beizeiten die Deckenbeleuchtung ausknipsen und es sich mit dem schummerigen Licht von Steh- oder Tischlampen gemütlich machen.
Mit einem kleinen Aufsatz kann man übrigens jede Steckdose in einen dimmbaren Schalter verwandeln. Damit lässt sich das Licht bequem herunter regeln.
So ein kleines Ding ist ist nicht teuer, aber effektiv. 
Aufsätze für Steckdosen könnt ihr hier anschauen!


Meine Stehlampe im Schlafzimmer kann ich sogar per Fernbedienung betreiben.
Und weil ich ihr einen alten Trachtenunterrock übergezogen habe, spendet sie ganz sanftes Licht.

Schlaf ist wirklich ein wichtiges Thema.
Jeder Dritte (!) schläft schlecht und sehr viele kommen bei weitem nicht auf das nächtliche Minimum von sechs Stunden Schlaf!
Ich wollte euch noch von einem Schlafkraut erzählen, dass ich im Herbst in meinem Garten selbst geerntet habe, aber ich glaube das verschiebe ich besser auf morgen.
Ich wünsche euch einen aufgeweckten Tag, liebe Raumseelen.

29 Comments
  • Claudia
    16. Januar 2018

    Guuuuuten Morgen! Das sind ja gute Tipps! Das mit dem Kirschsaft wusste ich noch gar nicht. Ich weiß nur, dass dunkle Schokolade (je dunkler, desto besser) viel Melatonin enthält. Ist doch auch keine schlechte Nachricht… Meine Uroma soll, wenn sie nicht schlafen konnte, barfuß auf einem kalten Fußboden gelaufen sein bis die Füße schön kalt waren. Durch die vermehrte Durchblutung in den Füßen soll weniger Blut im Kopf sein. Das macht müde. Tja, ob es wirklich so ist und ob es wirkt, habe ich selbst noch nicht getestet. Aber hört sich plausibel an irgendwie. Wenn mir jetzt noch einer ein Rezept gegen schnarchende Mitschläfer geben könnte, so hätte dieser fast einen Orden verdient. Denn gegen die helfen weder Käsebrot noch Oropax. Einen ausgeschlafenen Morgen! Liebe Grüße. Claudia

    • Martina Goernemann
      16. Januar 2018

      Grapefruitsaft vor dem Schlafen getrunken soll gegen schnarchen helfen … kein Witz! Herzlich! Martina

      • Claudia
        16. Januar 2018

        Das werde ich ausprobieren! Ich sehe jetzt schon sein verzerrtes Gesicht, wenn er vorm Schlafengehen bitteren Grapefruitsaft trinken soll ;-). Aber wenn es hilft… Ich wäre dankbar. Da muss er durch! 🙂

    • Monika
      16. Januar 2018

      Liebe Claudia!
      Mit kalten Füßen könnte ich sicher nicht einschlafen, klingt nicht gut. Und wegen dem schnarchenden Mitschläfer, ich glaube da hilft nur eines der Mädchenzimmer als Ausweichquartier sozusagen.
      Ganz ließe Grüße Monika

    • Silke aus Flensburg
      16. Januar 2018

      Liebe Claudia,

      nachdem ich wegen des Schnarchen meines Mannes schon „Mordgedanken“ hatte, schliefen wir zwei Jahre in getrennten Zimmern, bis mein Mann bereit war, sich eine „Schnarchschiene“ verpassen zu lassen. Hat der Zahnarzt gemacht…
      Und vor einem Jahr ist er wieder ins Schlafzimmer eingezogen :o)))
      Silke♥

  • Martina aus dem Moos
    16. Januar 2018

    Guten Morgen liebe Martina,
    mit dem Ein.- und Durchschlafen habe ich keine Probleme. Mein Mann schon. Ich denke, er kann sein „Gedankenkarusell„ nicht einfach abstellen. Ich werden ab heute mal deine Tipp`s ihm an die Seite geben, ich berichte dann mal, wie es so läuft. Auf eure Kommentare und Tipp`s bin ich deshalb schon sehr gespannt.O:))
    Übrigens, der Lampenschirm mit dem Unterrock drüber, ist echt der Hammer, super schön.
    Herzliche Grüße aus dem Moos

    • Martina Goernemann
      16. Januar 2018

      Ich glaub‘ der Unterrock war sogar vom Erdinger Flohmarkt :-))))) Ich bin auch gespannt, welche Erfahrungen mit den Tipps hier als Rückläufer kommen. Hab einen guuuuten Tag, liebe Martina. Herzlich! Martina

  • Kläre
    16. Januar 2018

    Guten Morgen liebe Martina

    da wird Dir bestimmst mancher dankbar sein, dass es einen Grund gibt,Abends oder Nachts an den Kühlschrank zu gehen und ein Käsebrot zu essen…besser geht es nicht.Ich habe dieses Problem, nicht schlafen zu können, nur bei Vollmond,gehe dann an den PC und spiele Mahjong..dann werde ich sehr müde und schlafe..Einen schönen Tag…Kläre

    • Martina Goernemann
      16. Januar 2018

      … das machst du goldrichtig, Kläre. Du GEHST an deinen PC, weil der nicht im Schlafzimmer steht. Das ist sehr klug. Ich versuche mich wirklich auch zu bessern, von wegen Tablet und Handy und so … Happy Dienstag! M.

  • Karen Heyer
    16. Januar 2018

    Das sind ja richtig originelle Geheimtipps, kannte ich alle noch nicht. Bis auf die Dunkelheit, das stimmt. Allerdings kann ich es nicht gut haben, wenn im Zimmer totale Finsternis herrscht. Ich lege mir ersatzweise ein Tuch über die Augen. Leider fällt Licht von Nachbars Haustürbeleuchtung, die viele Nächte durchbrennt, ins Zimmer 🙁 Wir sitzen jeden Abend bei Kerzenlicht, das ist sozusagen die Vorabdimmung.

    Mein Geheimrezept ist selbstgemachtes Kissenspray mit Lavendelöl, das habe ich ausführlich schon mal im Blog beschrieben.
    Ihr braucht:
    -eine kleine Sprühflasche, idealerweise aus Glas.
    -destilliertes Wasser (gibt es im Drogeriemarkt)
    -Naturreines, ätherisches Lavendelöl
    -klaren Alkohol mit mindestens 40%, ich habe dafür eine Taschenflasche Wodka im Supermarkt besorgt.
    Für eine Menge von 100ml habe ich 20ml Wodka abgemessen und ins Fläschchen gefüllt. Nachträglich gesehen, war das zu wenig, nehmt besser 30 bis 40ml, dann vermischen sich die Substanzen besser.
    Danach habe ich 12 Tropfen Lavendel-Öl in den Alkohol geträufelt, Menge nach persönlichem Duftempfinden. Gut vermischen, der Alkohol löst die ätherischen Öle.
    Das Ganze mit destilliertem Wasser auffüllen, Flasche schließen und nochmals gut schütteln. Falls sich danach Öltröpfchen im Wasser zeigen, das tut der Wirkung keinen Abbruch.

    Abends dann ein paar Sprühstöße aufs Kissen, dann riecht es wunderbar und hat beruhigende, hoffentlich einschlaffördernde Wirkung.
    Liebe Grüße
    Karen

  • Sabine M.
    16. Januar 2018

    Hallo Martina,
    Ich kenne auch dieses Gedankenkarussell, das mich manchmal 2 Stunden wachhält. Das Einschlafen ist kein Problem, meistens schlaf ich innerhalb ein paar Minuten. Nachts hab ich mir angewöhnt, nicht auf die Uhr zu sehen, das stresst nur. Ich versuche dann, die schlechten Gedanken gegen schöne auszutauschen, was aber nicht immer gelingt. Mittlerweile nehme ich das gelassener, weil ich weiß, dass diese nächtlichen Wachphasen vorübergehend sind und auch wieder Nächte mit viel Schlaf kommen. Aber Kirschsaft klingt lecker 🙂 Habt alle einen schönen Tag,auch wenn das Wetter nicht mitspielt.
    Liebe Grüße Sabine

    • Martina Goernemann
      16. Januar 2018

      Kann ich definitiv unterschreiben so! Einfach ruhig bleiben. Nur vor wichtigen Terminen nächtliches Käsebrot weil Tiefschlaf besser ist als zerknautschtes Gesicht. :-)))))

  • frauke
    16. Januar 2018

    Hallo Ihr Lieben.
    Martina, das erklärt wirklich einiges!!!
    Der Gatte ernährt sich quasi von Schwarzbrot mit Käse.
    Wenn er ins Bett geht schläft er fast mit Kopfkissenberührung ein und Durchschlafprobleme kennt er auch nicht.
    Jetzt weiß ich auch warum…. 🙂
    Das mit dem Kirschsaft und dem Grapefruitsaft werde ich mir auf jeden Fall merken.
    Der Gatte behauptet nämlich (FRECHHEIT!!!) dass ich nachts Schnarche…
    Und wenn solche Saftkuren (super einschlafen und dann auch noch geräuschlos) seinen und meinen Schlaf positiv beeinflussen – das klingt doch prima.
    Habt alle einen schönen Dienstag, herzliche Grüße, Frauke

  • Monika
    16. Januar 2018

    Hallo Ihr Lieben,
    den Kirschsaft werde ich mal ausprobieren.
    Das mit den kalten Füßen kenne ich auch, ich habe sogar mal gelesen, man solle sich leicht feuchte Socken anziehen und Wollsocken darüber. Die somit zuerst kalten und dann warm werdenden Füße sollen so für eine rege Durchblutung sorgen und dies soll wiederum beim einschlafen helfen.
    Aber im Grunde ist es ja tatsächlich so, das man am besten schläft, je „naturnaher“ man sich verhält: dunkel,ruhig, ausgeglichen. Und weil wir ja nicht immer Einfluss darauf haben, haben wir ja immer noch Kirschsaft und Käsebrot ! Danke für die Tipps Martina!
    Viele liebe Grüße vom -heute mal sonnigen- Mittelrhein! Monika

  • Katrin aus dem Norden
    16. Januar 2018

    Moin, Moin!

    „Hamster in der Schlafwolle“: Daran werde ich vor dem Einschlafen nun immer denken müssen und gleichzeitig an unsere echten Exemplare, die mehrere Jahre bei uns wohnten. :0)

    Kennt übrigens noch jemand von Euch das lustige Bild von der lachenden Haselmaus in einer Blüte? Das ist mein Überlebensbild für genervte Momente.

    Kirschsaft und Käsebutterbrot zum Einschlafen kannte ich bisher noch nicht. Bei mir helfen warme Füsse (wie unterschiedlich doch wir Menschen gestrickt sind) und Dunkelheit. In den Urlaub wandert immer eine Schlafmaske mit, da ich ohne Jalousien nur schwer einschlafen kann. Und unbedingt irgendetwas Nettes zum Lesen. (Thriller sind inzwischen auch nicht mehr das Wahre.) Hilft mir auch zum Wiedereinschlafen, ebenso ein Glas Wasser.

    Euch allen später (und überhaupt) schnelles Einschlafen und gutes Durchschlafen!

  • Armonk
    16. Januar 2018

    Ein gesunder Schlaf ist einfach so wichtig. Schlafprobleme sind dabei wirklich nervenaufreibend. Im Internet habe ich mich schon durch viele Tipps geklickt, aber diese sind wirklich sehr einzigartig!

    • Martina Goernemann
      16. Januar 2018

      Würde mich sehr freuen, wenn sie helfen! Für die Wirkung des nächtlichen Käsebrotes verbürge ich mich! Herzliche Grüße aus München. Herzlich! Martina

  • Monika
    16. Januar 2018

    Liebe Martina!
    Also einschlafen kann ich fast immer sehr schnell. Aber wenn ich das nächste Mal wieder wach werde, probier ich das Käsebrot. Und die Sache mit nicht auf die Uhr schauen, klingt auch irgendwie plausibel. Danke für die vielen guten Ideen.
    Schlaft gut
    Monika

    • Martina Goernemann
      16. Januar 2018

      Morgen lege ich noch einen drauf. Einen Schlaftipp zum selber „basteln“ :-)))) Schlaf gut!

  • Bärbel
    17. Januar 2018

    Liebe Martina,
    so viele schöne Tipps. Vielen Dank. Ich werde durchprobieren. Käsebrot half früher mal, das kann ich abends nicht mehr essen, seit ich Magenprobleme habe. Kirschsaft ist jetzt mal mein nächster Test. Das klingt ja schon lecker … dann muss es auch helfen. Dunkel ist bei mir usus und Schummerbeleuchtung hab ich auch.
    Kalte Füße ginge bei mir auch überhaupt nicht und Lavendel hat nicht wirklich ausdauernd geholfen.
    Danke und liebe Grüße
    Bärbel

  • Lydia
    18. Januar 2018

    Liebe Martina,
    meistens schlafe ich gut.Trotzdem finde ich deine Schlafserie klasse.Tolle Infos.Den Tipp mit den Säften muss ich mir merken.
    Ein dunkles Schlafzimmer ist bei uns kein Problem , da ich so ländlich wohne, daß es noch nicht mal Straßenlampen gibt. Das genieße ich sehr und fühle mich von dem Anblick der Sterne reich beschenkt.
    Freue mich schon auf weitere Impulse.
    Liebe Grüße aus dem hohen Norden,
    Lydia

    • Martina Goernemann
      18. Januar 2018

      Sternenlicht ist das schönste, das es gibt. Ich werde immer ganz doll demütig, wenn ich einen grandiosen Sternenhimmel sehe. Genieße deinen so oft wie du kannst :-)))) Herzlich! Martina … und danke für die lieben Worte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die Zustimmung in der Checkbox und der Nutzung dieser Kommentarfunktion, erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten nach DSGVO durch diese Website einverstanden.
Detaillierte Informationen zu lesen in der Dateschutzerklärung.
 

Mein neues Buch

Über meine Bücher

Schwarmkritik, Bücher brauchen am Anfang Unterstützung

Nie wieder einen neuen Beitrag verpassen?

Gib deine Email-Adresse ein und du bekommst eine Nachricht sobald es hier Neues gibt!

Translate
Kooperationen
DSGVO

DSGVO ein Schloss mit sieben Schlüsseln